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Setz Gütertransport AG Dintikon - ein
einstmals in der ganzen Schweiz bekanntes Transportunternehmen.
Heute sieht man auf der Strasse keine Lastwagen mehr mit dem
Setz-Logo, denn Hanspeter Setz verkaufte 1996 seinen Betrieb an die
Post. Innert kürzester Zeit waren alle Fahrzeuge postgelb lackiert.
Dabei wäre die Setz Gütertransport AG dieses Jahr hundert Jahre alt
geworden.
Man kann aber noch immer eine stattliche Anzahl Lastwagen in der
traditionellen Setz-Lackierung bestaunen und zwar im neu erstellten
Museum in Dintikon, auf dem Areal der ehemaligen Bally Schuhfabrik.
Wir hatten am 8. April die Gelegenheit, mit einer Gruppe unter der
Führung von Hanspeter Setz das Museum zu besichtigen. Ein sehr
spannender Besuch, vor allem auch in Kombination mit den Anmerkungen
und Kommentaren von Herrn Setz - nicht nur zu den ausgestellten
Exponaten, auch bezüglich unseren Politikern und Beamten hat er eine
ganz klare Meinung.
Ein Schwergewicht im Museum bilden natürlich die Lastwagen, die
älteren Baujahre der Marke Berna und Saurer. Später bevorzugte man
die Marke Scania. Schon zu Beginn der Siebzigerjahre rüstete Setz
die Fahrzeuge in Eigeninitiative auf automatische Getriebe um, was
einen grossen finanziellen Aufwand bedeutete, die Fahrzeuge dann
aber mit weniger Treibstoff auskamen. Überhaupt war ein möglichst
kostengünstiger und effizienter Betrieb der Fahrzeuge ein
Hauptanliegen von Setz.
Neben den Lastwagen ist im lichtdurchfluteten Museum auch eine
stattliche Anzahl Personenwagen ausgestellt, alles Modelle, die von
Herrn Setz selber gefahren wurden. Daneben aber auch viele Fahrzeuge
mit Elektro- oder Hybridantrieb. Auch hier ist der ökonomische und
ökologische Antrieb wieder ein Thema. Das älteste Elektroauto ist
ein Rauch + Lang aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, das jüngste ein
Tesla Roadster. Das kleinste, das eine Person befördern kann, ein
zweirädriger Segway.
Auch einen der wenigen originalen Colani-LKW hat Setz in seinem
Museum, ein zwar aufregendes Design, in der Praxis aber absolut
untauglich. Auch Rennwagen und zwei Leihgaben, ein Bugatti 35 B aus
den Zwanzigerjahren und ein Jaguar XJ 220 sind zu bestaunen.
Das Museum ist nicht öffentlich, Gruppenführungen sind aber nach
Voranmeldung möglich.
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