Vom 28. – 30. April 2006 fand im aargauischen Wohlen das 8. internationale
Micro-Car-Treffen statt. Aus ganz Europa kamen rund 100 Fahrzeuge angereist,
meist auf eigener Achse. Eine beachtliche Leistung, haben die Wägelchen doch
meist nur ein paar Hundert Kubikzentimeter Hubraum. Zu den bekanntesten
Vertretern dieser Fahrzeugsparte hierzulande gehören die BMW Isetta und Heinkel
Kabinenroller. Es entstanden aber in der sogenannten Wirtschaftswunderzeit zu
Beginn der Fünfzigerjahre in Deutschland eine Vielzahl von Klein- und
Kleinstwagen. Da gab es ausser den schon erwähnten Marken noch Brütsch,
Champion, Messerschmitt, Kroboth, Velorex, Victoria, Zündapp, Fuldamobil usw.
Auch andere Länder produzierten Kleinwagen, in Frankreich gab es Rovin, in
Italien baute Fiat den Topolino, der als A-Modell aber bereits vor dem Zweiten
Weltkrieg erhältlich war. In grösseren Stückzahlen war dann das Modell C ab 1949
auf unseren Strassen zu sehen.
Die Kleinwagen sind noch heute sehr beliebt und werden teilweise auch zu
recht hohen Preisen gehandelt. Technisch ist der Aufwand bei vielen Modellen
allerdings nicht allzu hoch, da die Wagen schon damals aus Kostengründen einfach
gebaut waren. Dennoch ist die Ersatzteilversorgung, gerade bei selteneren
Modellen, sicher nicht immer einfach.
Am 30. April fand in Rudolfstetten der 2. Grand Prix statt und die Teilnehmer
des Micro-Car-Treffens präsentierten ihre Schmuckstücke am Sonntag auf der
Strecke von Rudolfstetten hinauf nach Friedlisberg dem zahlreich angereisten
Publikum. Dort entstanden auch unsere Bilder.